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MV vom 4. September 2008
 

Dietlikon Süd – Quo vadis?

Lange Diskussion, klare Entscheidung: Die Vorlage des Gemeinderates zu „Dietlikon Süd“ schiesst am Ziel vorbei. Ein mittlerweile kaum mehr existierendes Verkehrsproblem soll mit massiven Einschnitten in die unternehmerische Freiheit der ansässigen Firmen gelöst werden. Die FDP beschliesst ein klares „Nein“.

 

Das Interesse war gross. Nicht nur zahlreiche Mitglieder fanden den Weg an die Mitgliederversammlung der FDP, auch viele Gäste nahmen sich die Zeit. Was die Vertreter der Betriebe in der Planungszone Dietlikon über die geplanten Massnahmen berichteten, liess aufhorchen. Sollte die Vorlage gutgeheissen werden, so würde die mittel- und langfristige Entwicklung der Unternehmen massiv eingeschränkt, resp. verunmöglicht. Die Tatsache, dass die Unternehmen sich bereits nach Alternativen zu Dietlikon umschauen oder dass Teile der Betriebe geschlossen werden müssten scheint im Gemeindehaus niemanden zu beunruhigen. Dietlikon versucht ein Problem zu lösen, das weit über die Gemeindegrenze hinaus geht und – so es überhaupt noch exisitert – nur gemeisam, resp. vom eigentlichen Verursacher, dem Kanton, gelöst werden kann. Dieser stellt aber ausschliesslich Forderungen und noch nicht mal eine verbindliche Zusage zur Beteiliigung an den immensen Kosten liegt vor.

Die präsentierte Vorlage wird von allen Anwesenden als unausgegoren, phantasie- und mutlos empfunden. Nicht nur die Kostenschätzung von 19 Mio. Franken mit einer (Un-)Genauigkeit von plus/minus 40 Prozent machen Sorgen, auch die eingesetzten Beträge von z.B. 100 Franken pro enteignetem Quadratmeter sind fern jeder Realität und für anstehende Rechtstreitigkeiten ist kein einziger Franken budgetiert. Auch die Linenführung der Glatttalbahn, einem Herzstück des ÖV-Konzeptes, scheint alles andere als ideal, tangiert sie das Gebiet ja nur statt hineinzufahren. Busspuren werden nicht durchgehend geplant und ein verdichtetes Bauen, das den ÖV interessant machen würde, wird mit der Vorlage geradezu verhindert.

Diese und weitere Argumente liessen die Anwesenden nicht lange zögern bei der Entscheidung zur Parole: Nein. Und dies mit einem überwältigendem Mehr. Sollte die Vorlage an der Gemeindeversammlung wider Erwarten angenommen werden, wird die FDP den Antrag auf Urnenabstimmung stellen, wie es die Gemeindeordnung für Vorhaben dieser Grössenordung auch vorgesehen hat.

 

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